[Video Of The Month] Lo Moon – Loveless (Live)

Nach meinem Zwischenausflug in den Mainstream möchte ich im neuen Monatsvideo wieder aus dem „brandneuen“ Schöpfen und eine ganz heiße Newcomer-Band vorstellen! Lo Moon heißt die dreiköpfige Truppe aus Los Angeles, die mit einem fast schon in den Hintergrund geratenen, extrem gefühlvoll und melodischen Alternative-Pop punktet.
Bei der Suche nach einem neuen [Video of the Month] bin ich im Rahmen einer Live-Performance in der Late Night Show von James Corden auf die Band gestoßen. Ruhige Songs haben es eigentlich von Beginn an schwer. Man weiß ja zunächst noch nicht, wo die Reise hingehen soll, wann einen endlich ein spannender Höhepunkt erlöst und ob dieser dann auch den entsprechenden Erwartungen entspricht bzw. sich die Geduld gelohnt hat. Hinzu kommt in diesem Fall die besondere Herausforderung einer Live-Version. Interessanterweise waren hier nach nicht mal mehr als einer halben Minute alle eventuellen Zweifel verflogen. Dazu trugen vor allem zwei Komponenten bei. Einerseits ist da das Schlagzeug, dass durch einen durchgängig angespielten HiHat sowie einem feshen Wechsel von schnellem Anspiel und Pausen des Hauptbeats gekennzeichnet ist. Andererseits fällt Singer-Songwriter Matt Lowell mit seinem leichten, gefühlvollen und echobehafteten Gesang auf. Dadurch wird sofort ein aufregender und stilvoller Sound geschaffen. Umrahmt wird das Ganze dann noch von leichten und damit verträumt wirkenden Synthies. Dazu kommen ebenfalls vielfältige Gitarrenklänge. Durch die Dynamik im Einbringen der Instrumente (stark und kurz, soft und lang) wird für den nötigen Kick gesorgt. So läuft die Harmonie wunderbar vor sich hin, bis es nach einer Minute das erste Highlight gibt. Alle Elemente werden verstärkt angespielt und mit einem sehr zügigen Beat begleitet. Besonders auffällig ist dabei der nun deutlich hervorstechende, markante bzw. synthie-artige Sound der Side-Gitarre. Wer nun etwaige Refrain-Lyrics erwartet wird allerdings enttäuscht. Der Gesang wird stattdessen in einem lang gehaltenen, aber tonmäßig leicht variierenden „uh“ dargeboten. Damit erreicht die Komposition eine herrliche Harmonie. Anschließend geht es reduziert, jedoch reibungslos weiter mit dem zuvor etablierten und spannenden Vers-Klang. Dieser hat nur deutlich mehr Fahrt bzw. Stimmung angenommen, wodurch das Hören noch aufregender und catchiger wird. Mit einem hochtönigen Auslaufen des Echo-Gesangs wird wiederum nach rund einer Minute der Refrain eingeleitet. Noch kraftvoller und noch emotionaler kommt dieser Teil, nun mit nochmals sehnsuchtsvoller gesungenen Lyrics, daher. Spätestens hier ergreift einen der Song vollends. Auch in der Studio-Version erfährt man hier pure Gänsehaut.
Anstatt dass es dann jedoch in diesem Gefüge bis zum Ende weitergeht, folgt eine überraschende Break. Auf einmal werden alle Instrumente zurückgenommen und ein Glockenspiel kommt auf. Anschließend ist in Gesang und dezenten Synthies im Stil von Blasinstrumenten eine komplett andere Melodie zu hören. Dies soll jedoch nur kurz anhalten und so wird am Ende mit erneutem Anspielen des ausdrucksstarken Refrains alles gegeben.

Update: Aus unerklärlichen Gründen ist das Video auf dem offiziellen Youtube-Profil der Late Night Show von James Corden privat aktuell nicht verfügbar. Schade! Deswegen gibt es hier nun erstmal eine Alternative, die der Performance nahe kommt.

Quelle: youtube.com/watch?v=yDOekve6SC0

Fazit:
Loveless“ von Lo Moon bietet eine erfrischend vielfältige und extrem gefühlvolle Abwechslung in der Pop-Musik. An diesem Spiel von Instrumenteneinsätzen, Dynamiken und Melodie-Vereinigungen versuchen sich nur Wenige. Besonders herausragend ist das vor allem dann noch, wenn es geschafft wird, dies in der Live-Performance rüberzubringen. In diesem Fall ist das sogar nochmals besser gelungen!
Das Stück ist übrigens auf dem gerade erst erschienenen und gleichnamigen Debütalbum zu hören, welches noch zahlreiche weitere Schmuckstücke bereithält, wie z.B. „Real Love“ oder „The Right Thing„! Also, reinhören lohnt sich. ;)
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