TDCC, Parcels & Blaenavon – Stuttgart Concert Review

Nach vier Jahren war es endlich wieder soweit, Two Door Cinema Club waren „in the town“! Im Rahmen ihrer Tour zum aktuellen Album „Gameshow“ hatten sie aber natürlich auch wieder starke Support-Acts am Start. Wie der Abend mit den Two Doors, Parcels und Blaenavon war erfahrt ihr hier.
Die Location, das fast schon altbekannte LKA Longhorn. Gekennzeichnet ist es durch seine zum Teil wirklich außerordentlich guten Seitenplätze mit Erhöhung. Damit war ein super Blick auf die Bühne und den Backstage-Bereich, der rechts oben zu sehen war, wieder garantiert. Zum Glück war ich dafür auch rechtzeitig dagewesen und konnte mir noch einen der heißbegehrten Plätze sichern. Ja, leider war ich diesmal alleine unterwegs. Das tat dem Abend aber keinen Abbruch!
Los ging es bereits 19:45 Uhr mit der ersten Vorband des Abends, Blaenavon! Da werden sich sicherlich viele fragen: wer?! Ich kannte die dreiköpfige Truppe aus England allerdings bereits sehr gut… von einem [Tip of the Week] im Jahr 2013! Unfassbar, dass ich sie nun sogar live sehen konnte, handelt es sich dabei doch um echte Underground-Gruppe! Dabei waren sie nicht das erste Mal in Deutschland unterwegs, wie mir Sänger Ben Gregory in einem kurzen Gespräch im Anschluss an das TDCC Konzert verriet. Das interessante, ich wusste bis 3 h vor der Show nicht einmal, dass sie überhaupt mit auftreten. Bisher waren mir nur die großangekündigten Parcels bekannt. Ein Facebook-Post klärte mich jedoch auf. Tolle Sache!
Ihre Performance hatte auch echt was zu bieten. Natürlich war das Licht zurückgenommen und die Lautstärke nicht allzu hoch. Letzteres war aber genau richtig und passend. Ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich nicht schon eher ein paar Videos gemacht habe, denn sie hatten zum Teil echte Knaller-Songs dabei! Obwohl man von einer Vorband meistens roughe Sounds erwartet, war das hier gar nicht der Fall. Der Klang war sauber und extrem rockig, im Indie-Sinne, und trotz der Tatsache, dass sie nur zu Dritt sind, sehr vielfältig. Einer davon ist natürlich „Into The Night„, der es auch damals bei mir in den besagten Wochentipps zu Beachtung geschafft hat. Ein melancholischer, ultra ansteckender Hit. Das Video dazu und zum nach dem Refrain teils sehr abgedreht abgehenden Song „Prague“ gibt’s hier. Ein weiteres Highlight, das Lied „My Bark Is Your Bite„. Die darin enthaltene Gitarrensymphonie hat gefühlt schon jeder einmal gehört. Während das Stück in der Aufnahme teils abflacht, war das in der Live-Performance überhaupt nicht zu spüren. Ganz im Gegenteil, der Song kam da extrem kraftvoll herüber. Durchweg markant war zudem der Bass, der durch sein deutliches Hervortreten besondere Akzente setzte. Der Auftritt der drei talentierten Indie-Rocker war wirklich eine ideale Einstimmung auf den Rest des Abends.

Als nächstes folgten dann die Parcels, die aktuell wirklich sehr stark gehypt werden. Einige Songs sind aber auch echte Kracher! Dabei ist zu beachten, dass man sich dabei im krassen 70s, Funk-/Groove-Style bewegt. Ich finde das aber gut und ist sogar eine erfrischende Abwechslung zum teilweise ultra-experimentellen Trend in der Branche. Den Kick macht ihr chor-artiger, perfekt abgestimmter Gesang sowie das besondere Zusammenspiel von groovigen Gitarren, markanten Bass und smoothen, stimmungsvollen Synthies. Das schafft einen mega Dance-Faktor und war auch am Publikum zu sehen, man hatte das Gefühl man befand sich in einer 70s-Disko. Auch von diesem Auftritt habe ich ein paar Aufnahmen gemacht. Mein Lieblingslied und gleichzeitig auch [Tip of the Week] in diesem Jahr war „Gamesofluck„. Der Song wurde eingebettet in teilweise endlos wirkenden Symphonien. Die markanten Teile kamen aber trotzdem gut hinaus. Auch mit der Performance anderer Lieder, wie der Debut-Single „Older“ und „Myenemy“ konnten sie überzeugen. Mir gelang es sogar einen alten Song aufzunehmen. Live klang „Anotherclock“ um Längen besser, deutlich erwachsener und nicht mehr so rough. Sie haben sich also deutlich weiterentwickelt und sind live ein echter Ohrenschmaus.

Im Anschluss daran musste man auch nicht lange auf die Two Door’s warten. Die Umbauphase hat nur geringfügig länger gedauert als bei den Support-Acts. Die LED-Wände waren schnell abgedeckt und der erneute Soundcheck schnell erledigt. Schon zu Beginn wurde man wieder mit einer spektakulären Lichtshow überwältigt. Diese ist schon sehr krass und wurde auch des Öfteren während der Performance wiederholt. Tatsächlich überfordern einen auch ein bisschen diese extrem schnellen Lichtwechsel, zumal es wie bisher einen starken Part in ihrem Auftritt einnahm. Ansonsten lag diesmal vor allem der Fokus auf dem LED-Hintergrund, mit den beweglichen Lichtern wurde nur dezent gespielt. Soundmäßig war alles etwas zu laut. Vielleicht hatte ich mich aber auch nur an die Lautstärke von den Vorgruppen zu sehr gewöhnt. Diese war ideal. Doch genug gemeckert, nun zum Positiven… die Bandmember und ihre Anhänge für Live-Performances waren super drauf. (Ja, sie haben neben Schlagzeuger Ben Thompson eine neue Unterstützung dazu bekommen). Ansonsten war ihr Slot wirklich aller erste Sahne. Sie haben diesmal etwas mehr mit den Fans kommuniziert und hier und da gab es auch mal eine Pause zwischen den Songs. Manchmal sind sie zwar ins schnöde Abspielen ihrer Musik abgeglitten, aber es kam nicht mehr durchweg vor. Sie haben sich also sogar noch steigern können, bei ihren eh schon Top-Auftritten. Es ist alles so gut, dass es im Vergleich zu den letzten Konzerten ja fast schon langweilig ist. Von mittlerweile alten Klassikern, wie ihre Debütsingle „Something Good Can Work“ oder „Cigarettes In The Theatre„, über „Beacon„-Hits wie „Sleep Alone„, bis hin zu neuen Hits, aus ihrem aktuellen Album „Gameshow„, war alles Dabei. Besonders hat mir dabei das Lied „Fever“ gefallen. Auf dem Album ist es schon einer meiner Lieblingslieder. Dass es der Song sogar in die Live-Playlist geschafft hat, ist top. Aber auch die andere Stücke wie z.B. „Bad Decisions“ konnten sich hören lassen. Einen Unterschied zu den jeweiligen Album-Versionen gab es dabei kaum.
Zum Schluss gibt es noch von einem absoluten Highlight an dem Abend zu berichten. Mein Warten in der Kälte nach dem Konzert hat sich gelohnt und ich habe Alex, Sam und Kevin tatsächlich treffen können… Autogramme sowie Fotos natürlich inklusive. Das hat dem Abend nochmal die Krone aufgesetzt! :)

Quelle: youtube.com/playlist?list=PLqMswIBSXoHbrVl_uRe3mziE1D_4CvrQY

 
Fazit:
Man kann es nur immer wieder sagen, ein Two Door Cinema Club lohnt sich zu 100%. Dabei überzeugen nicht nur allein die drei Nordiren mit ihrer Musik, ihrer spektakulären Lichtshow und einem klasse Sound, sondern auch die Vorbands haben meistens so einiges zu bieten. Damit ist es eine Top-Konzertempfehlung! :D
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